Horte

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Aktualisiert: vor 13 Wochen 2 Tage

Grenzen überwinden - Ein Erfahrungsbericht aus Belgrad

27 Mai, 2017 - 15:26

Im März 2016 verkündeten Regierungs- und EU-Vertreter die offizielle Schließung der Balkanroute. Die Grenzen für Flüchtende wurden abgeriegelt und somit ein Weiterkommen unmöglich. Nichtsdestotrotz sind weiterhin Menschen entlang der Route auf dem Weg nach West- und Nordeuropa. Die Flüchtenden brechen vom Belgrader Hauptbahnhof ohne Nahrung und trotz widriger Bedingungen auf, immer mit einem Lächeln auf den Lippen, denn die Hoffnung ist nie verloren.

Am alten Hauptbahnhof in Belgrad (Serbien) wurde ein "illegales" Camp von Geflüchteten errichtet. Selbstorganisiert und unter Beobachtung der Polizei versuchen die Menschen zu überleben, ohne fließend Wasser, Strom und unter eisigen Temperaturen. Zusammen mit Hot Food Idomeni waren Aiad und sein Vater 2 Wochen in Belgrad und haben für die Geflüchteten gekocht. Wie ist die aktuelle Situation ist und wie sich die Arbeit mit den Geflüchteten vor Ort gestaltet? Diese und weitere Fragen möchten wir zusammen mit euch behandeln.

Wann? Am 02. Juni im sozialen Zentrum Horte in der Peter-Göring-Straße 25 Strausberg. Der Eintritt ist natürlich frei.

Wir freuen uns auf euch!

PM: Wir haben Zuwachs! Der Nashornkäfer lebt jetzt bei uns

22 Mai, 2017 - 21:28
Seit Jahren ist die äußere Erscheinung des Horte Grund für Streit, Mahnungen und Beschwerden.  Widerständige Benjeshecken, wildwachsende Gräser und die Metallfiguren stehen immer wieder in der Kritik. Nur die Wenigsten denken an Natur, biologische Vielfalt oder gar bedrohte Arten, wenn sie unseren Garten sehen. Stadtverwaltung, Nachbar_innen und Hobbygärtner_innen fordern immer wieder kürzeren Rasen, weniger Hecken, Gartenzwerge und vor allem Ordnung! Bedacht wird jedoch nicht, dass das Chaos Methode ist:  die hohe Lebensraumdiversität, führt  zu einer bunten Gartenfauna, in der  verschiedene  Pflanzen und Tiere,  auch jene die sich sonst in bearbeiteten Gärten nicht wohl fühlen, ein Zuhause finden.    Unzählige Streits, Schweiß und Blut von vielen Helfer_innen, unzählige Flüche, tausende Mückenstiche, fünf  Rasenmäher und 9 Harken hat der Garten schon verschlungen. Dazu stecken die Expertise von zwei Ökologen, einer Biologin und mittlerweile über zwanzig Personen die ihr freiwilliges Ökologisches Jahr hier absolvierten  in diesem Chaos. Und seit neuestem können wir durch dies alles einen neuen Bewohner in unserer grünen Mitte begrüßen. Beim Beete umgraben, sind uns mehrere Nashornkäfer auf die Hände gekrabbelt. Verrottende Pflanzenteile, abgestorbenes Holz, Kompost  also naturbelassene Orte und nicht die akkurat gejätesten Kräuterbeete ermöglichen den Nashornkäfern alle Stadien ihrer Entwicklung erfolgreich zu durchlaufen. Sie  bieten den Larven Nahrungsangebot und Lebensraum,  und bilden für die adulten Tieren ein hervorragendes Biotop. Was dem Deutschen ein Graus, ist dem Käfer sein Zuhaus!    Wir haben die Käfer natürlich gleich wieder eingegraben, da diese erst im Juni nach 2-5 jährigem Larvenstadium aus der Erde kommen. Außerdem sind die Käfer sowohl nach Bundesnaturschutz-gesetz als auch nach Bundesartenschutzverordnung besonders und streng geschützt. Damit ist das Verletzen oder Töten, aber auch das fangen verboten.   Stephanie Hinze – Pressesprecherin vom AJP 1260 e.V. – sagt dazu: „Wir haben bereits mit lokalen Nabu-Gruppen Kontakt aufgenommen. Wir wollen uns gemeinsam anschauen, ob es sich nur um eine temporäre Population handelt, oder ob nun dauerhaft die Käfer bei uns wohnen werden. Außerdem bieten wir auch gerne Beratungen an, wie jeder Garten zum Biotop für die possierlichen Tierchen werden kann.“